Psychotherapeutische Praxis am Schauspielhaus Dipl. Psych. Dagmar Engelke-Frech
Psychotherapeutische Praxis am Schauspielhaus Dipl. Psych. Dagmar Engelke-Frech

September 2018

Kleine Pausen sind Gold wert

Der Herbst hat begonnen, die Jahreszeit ändert sich. Mit ihr ändern sich oft auch Stimmungen, manchmal sogar konkrete Tagesabläufe. Was meistens gleich bleibt, ist das Bedürfnis nach Ruhe und Seelenfrieden. Dazu können wir mehr beitragen als wir oft selbst glauben.

Immer mal innehalten, immer mal eine Pause machen! Klingt einfach, ist es im Alltag dann leider oft doch nicht. An fehlender Zeit kann es aber nicht liegen, wenn wir ehrlich sind: Nur selten ist der Stress so groß, dass es nicht auch möglich wäre, wenigstens für kurze Zeit einen Schritt zur Seite zu machen und sich gedanklich ganz auf sich zurückzuziehen. Manchmal reicht für diese wertvolle Erholung eine einzige Minute.

Da sind Menschen, die viel Zug oder Bus fahren, im Vorteil. Sie können ohne Verkehrsstress aus dem Fenster schauen, Eindrücke von außen aufnehmen und Inspirationen entwickeln.

Und was macht man dann? Einfach an gar nichts denken. Oder an etwas Schönes. An einen lieben Mitmenschen, an Urlaub oder Hobby. Nicht als Flucht, sondern als aktiv betriebene kurze Unterbrechung, aus der sich aber doch so viel Nutzen ziehen lässt. Und dann, wenn die kleine schöpferische Pause beendet ist, lohnt ein Blick auf die Prioritäten. Was muss, was kann, was soll und was hat wirklich noch Zeit?

 

August 2018

Können wir von der langen Hitze etwas lernen?

Was hat das Wetter uns zugesetzt! Eine solche Hitze hat Deutschland schon lange nicht mehr erlebt. Selbst jetzt, wo sich die Dinge zu normalisieren scheinen, fällt der Rückblick auf Wochen der Hitze mit Temperaturen von bis zu 40 Grad spektakulär und zuweilen sogar beängstigend aus.

Was macht die Hitze mit uns? Viele Menschen, die Probleme mit Herz und Kreislauf haben, waren massiv betroffen. Aber auch viele andere Menschen, die unter diesen Beschwerden nicht leiden, gingen durch eine schwere Zeit. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch.

Eigentlich kurios: Sonst träumen wir doch immer von der Sonne und von warmen, lauen Abenden mit einem kühlen Getränk oder einem Eis. Aber gleich so viel davon? In der Bewertung der eigenen Umgebung das richtige Maß zu finden, ist manchmal schwer. Was möchte ich? Was ist mir wichtig? Was tut mit gut? Vielleicht ist diese in vielerlei Beziehung hitzige Phase ein guter Anlass, bei sich selbst auch noch andere Dinge zu hinterfragen.

Auf Signale des Körpers zu achten, sich selbst etwas herunter zufahren, langsamer werden und das Wetter so zu akzeptieren, wie es ist kann manchmal den Druck und emotionale Belastung herausnehmen und befreien.

In diesem Sinne: Genießen Sie die Gegebenheiten, so wie sie sind und machen Sie das Beste draus: Der nächste Herbst und Winter kommt bestimmt.

 

April 2018

An sich glauben, suchen und finden

Schaffe ich das? Lohnt sich die Kraftanstrengung? Ich würde ja gerne, aber . . . Wie häufig fragen wir uns das!

Dabei ist der Weg oft gar nicht so weit. Meist sind es die kleinen Dinge im Leben, die uns voranbringen. Ein leckeres Essen zubereiten. Den Freund mal wieder anrufen, von dem man lange nichts gehört hat. Oder ein Strauß frische Blumen auf dem Esszimmertisch.

Aber natürlich passieren im Leben nicht nur die einfachen, sondern auch die spektakulären Dinge. Neulich erfuhr ich von einer Frau, die blind war, aber trotzdem mit Hilfe eines Bergführers in einer Gruppe zu einem aktiven Vulkan aufstieg. Dort, wo Lava-Eruptionen in regelmäßigen Abständen den Nachthimmel mit Fontänen des Licht übersäen. Tief aus der Erde, als Ur-Licht sozusagen. Alle Teilnehmer der Gruppe berauschten sich daran. Für die blinde Frau war diese Dramatik jedoch unsichtbar. Aber das machte ihr nichts. Sie war vielmehr auf der Suche nach einem anderen Sinn, nach Tönen, nach dem Knall, dem Fauchen und Brodeln in der Erde. Nicht sehen, aber dafür hören. Nicht Bedauern über etwas, was nicht da ist, sondern Bewunderung dafür, was dann doch da ist.

Wie gewaltig ist diese Einstellung, voller Tatendrang und positivem Lebensmut.

Und am Ende stehen eben häufig die schönen Antworten: Ja, ich schaffe das. Ja, die Kraftanstrengung lohnt sich! Ich würde gerne, und ich tue es auch!

 

 

 

März 2018

Der Unterschied: Warum Veränderung lohnt

Der Mann und die Seesterne

 

Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang ging, sah er vor sich einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und ins Meer warf. Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue. Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen bleiben.

 

Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und Tausende von Seesterne liegen hier,“ erwiderte der Alte. „ Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?“

 

Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er: „Für diesen hier macht es einen Unterschied!“

 

Original-Story von: Loren Eisley

12.17

Weihnachten und seine Tücken

 

Weihnachten – Fest der Liebe und Fest der Freude. Und bald danach kommt schon Silvester. Die Menschen rücken zusammen, plötzlich wird alles ein wenig sanfter und entspannter. Leider aber nicht für jeden von uns.

 

Viele Menschen, denen es nicht so gut geht, die nicht das Glück einer intakten Familie oder eines vertrauten Freundeskreises haben, fallen gerade in Festtagszeiten in ein Loch. Kein Gleichgewicht mehr, keine Gelassenheit! Für sie scheint das Licht nicht so hell wie für andere, sie gehen auf den Weihnachtsmarkt, wo alle so fröhlich sind und fragen sich bedrückt: „Was soll ich eigentlich hier?“

 

Nicht immer reicht dann noch die Kraft, trotzdem wieder aufzustehen. Dabei möchte man sich doch so gern wieder seiner Stärken besinnen können. Oft geht das nicht mehr ohne Hilfe. Die Hürden auf dem Weg dorthin sind oft aber gar nicht so hoch, wie man anfangs glaubt. Mitunter braucht es gar nicht so viel, um sich freier zu machen, um sich wieder Zeit zu geben und sich selbst anzunehmen. Sich keine utopischen, sondern realistische Ziele zu setzen. Ich möchte Ihnen dabei helfen. Schließlich wusste schon Goethe: „Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“

07.17

Selbstbewusst sein!

 

Wer in sich selber ruht, steht gut. Aber wie soll ich das erreichen, fragen viele. Sie möchten sich mehr zutrauen, einfacher auf Leute zugehen, mehr Mut zeigen und mehr Kreativität aus sich selbst schöpfen.

 

Manchmal jedoch fehlt dazu die Kraft. Die Gründe können vielfältig sein. Weil man sich zu hohe, zu unrealistische Ziele setzt? Weil man sich nicht so annimmt, wie man ist? Weil man immer perfekt sein will? Weil der Zweifel so oft nagt?

 

Selbstbewusst sein kann nur, wer sich selbst mag. Oder mehr als das: Wer sich selbst liebt. Sich dafür in regelmäßigen Abständen Zeit zu nehmen, ist Gold wert. Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Es ist vielmehr die Chance, seinen geraden Weg zu gehen und sich bewusst zu machen, wo man steht.

 

Jeder hat seine Stärken. Sie zu erkennen, ist eine ganz eigene Fähigkeit. Auch dafür bieten wir Ihnen Unterstützung.

 

04.17
Zu hohe Erwartungen?
 

Ziele zu haben, ist wichtig. Sie spornen an und halten uns in Bewegung. Ohne Ziele hätten wir wenig Halt und Orientierung.

Häufig setzen wir uns jedoch zu viele Ziele. Und zu hohe! Dies bedeutet neben körperlichen Risiken auch eine große Gefahr für die psychische Gesundheit. Das Trügerische daran: Man merkt es oft nicht sofort, weil die Kraft vor allem in jungen Jahren reicht, um viele Ziele dann doch zu erreichen. Aber irgendwann lässt die Kraft nach. Was gestern noch leicht von der Hand ging, fällt heute und morgen schwer. Deshalb ist es wichtig, in sich hineinzuhören und innezuhalten. Wir brauchen das, um zur Ruhe zu finden und eigene und fremde Erwartungen ins rechte Licht zu rücken.

Nicht umsonst sagt der Volksmund: Sterne kann man nicht vom Himmel holen. Warum versuchen wir es dann im Unterbewusstsein dennoch? Warum überfordern wir uns? Setzen Sie sich kleinere Ziele. Kleinere Schritte bringen oft mehr Befriedigung als die scheinbar großen, denn nach einem solchen Schritt vorwärts geht es oft zwei zurück. Wer mit gutem Puls 3000 Meter läuft, sollte nicht beim nächsten Mal 10.000 Meter anstreben, sondern vielleicht 3500. Wenn wir das erreichen, fühlen wir uns gut.

Leicht ist diese Erkenntnis aber nicht. Oft braucht es professionelle Beratung, um im Wust der vielen Erwartungen den Kopf über Wasser zu halten. Allein schaffen es viele Menschen nicht, trotz bester Vorsätze.

 

02.17

Normaler Stress oder Burn-out?

 

Für viele Menschen steigt der tägliche Druck immens. Am Arbeitsplatz wird immer mehr verlangt, und wer keine Arbeit hat, leidet täglich mehr. Konflikte im Privatleben kommen erschwerend hinzu, sei es in der Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis. Das prallt eine Zeitlang ohne große psychische Schäden ab, und wir retten uns mit mehr oder weniger groß ausgeprägter Selbstdisziplin. Hilfreich kann eine gezielte Entschleunigung sein, indem man regelmäßig einen Gang herunterschaltet. Dinge auch mal langsam zu tun, ist zwar in unserer schnelllebigen Zeit in den Hintergrund getreten, verlernt haben wir diese Fähigkeit aber nicht. Oder nehmen Sie Atempausen: Ein außerordentlich wirksames Mittel, um wieder sich selbst zu entdecken und gefestigter zu werden.

 

Irgendwann aber reicht die eigene Selbstdisziplinierung nicht mehr. Mit der Psyche ist es wie mit der physischen Gesundheit: Vorsorgemaßnahmen und frühzeitige Diagnose sollten nicht zu lange verzögert werden. Sonst verfestigen sich die gefährlichen Symptome und wachsen zu einer handfesten Krise aus. Rechtzeitig erkannt, ist ein drohendes Burn-out viel leichter zu beherrschen – mit gezielten und therapeutisch unterstützten Abwehrmaßnahmen.

 

06.01.17

Im neuen Jahr wird alles anders?

Gute Vorsätze fürs neue Jahr scheinen seit langem zu Silvester dazu zu gehören.

Das Pläne-schmieden und Ziele stecken ist schon ein erster Schritt - allein die Umsetzung führt zum Erfolg. Es gibt viele Studien zu diesem Thema: Forscher in USA haben die Menschen nach ihren guten Vorsätzen gefragt und fanden:

An erster Stelle (knapp 46 % der Befragten) kommt häufig der Entschluss, das Leben mehr zu genießen.  Mit 41 % kommt direkt danach der Wunsch, ein gesünderes Leben zu führen -  der Vorsatz, mehr Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen erreicht mit 33 % den 3. Platz.

Womit wollen Sie gleich heute anfangen?

 

 

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